Am 1. Januar 2018 sollen die ersten Kinder „einziehen“, in das 1,55 Mio Euro teure Gebäude

Niedenstein. „Früher hat man noch gern ein langfristiges vorbereitetes, traditionelles Richtfest gefeiert – heute mussten wir schon gut aufpassen, dass wir diesen Meilenstein nicht verpassen“, so BGM Frank Grunewald. „Denn durch den ökologischen und energetisch hochwertigen Holzrahmenbau sind innerhalb von nur zwei Wochen die Voraussetzungen für den Beginn des Innenausbaus hergestellt worden.“

Als Standort für die dritte Kindertagesstätte in der Stadt Niedenstein wurde ein städtisches Grundstück neben dem Hallenbad/Jugendfreizeitplatz ausgewählt. Dies relativ ebene Gelände ist ein idealer Standort, ruhig gelegen und mit direkter Anbindung an den Wald, das Hallenbad und an die anderen Kindertagesstätten.

Die Baukosten belaufen sich auf rd. 1,55 Mio. Euro. die Förderung des Bundes beträgt 360.000 Euro. Bis Ende 2017 wird das Gebäude fertiggestellt und die Inbetriebnahme soll zum 1. Januar 2018 erfolgen. Träger der Einrichtung wird die Stadt Niedenstein sein, und die Leiterin der Kita Rasselband Silvia Schulz freut sich schon auf das zusätzliche Angebot: „Der Neubau der Kindertagesstädte bringt uns die dringend benötigten Betreuungsplätze und die Möglichkeit zur Ausweitung des Betreuungskonzeptes für die Niedensteiner Familien.“

Der ideale Standpunkt am Wald bietet Kindern naturnahe Spiel- und Lernerlebnisse nicht nur im Innenraum, sondern auch im Außenbereich. Durch einen integrierten Waldspielplatz, der sich noch in Planung befindet, bietet sich Kindern die Gelegenheit ihren natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen und sie somit in allen ihren Stärken und Fähigkeiten fördern und begleiten zu können.

Das neue Angebot stärkt das Umwelt- und Naturbewusstsein im frühkindlichen Alter. Obendrein haben Familien mit Kindern eine Wahl, das für sie passende zwischen den bestehenden Betreuungskonzepten der Einrichtungen Rasselbande, Arche Noah und dem Waldkindergarten, auszuwählen.

Der Kita-Neubau ist aufgrund der steigenden Nachfrage erforderlich geworden. Die Geburtenzahlen sind in den letzten beiden Jahren gestiegen und die Nachfrage nach Bauplätzen hat sich deutlich erhöht. Auch die Anmeldung von ein- und zweijährigen Kindern steigt ständig. Aus diesem Grunde hat die Stadt übergangsweise schon eine zusätzliche Gruppe im Bürgerhaus Wichdorf eingerichtet.

Das Ziel Niedenstein zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt im Grünen weiter zu entwickeln wird mit dem Kita-Neubau unterstützt. Neben diesem guten Kita-Angebot wird auch die Louise-Schröder-Grundschule mit der Einrichtung einer Ganztagsschule ab dem nächsten Schuljahr einen weiteren Baustein zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten.

Bürgermeister Grunewald zeigte sich in Anwesenheit des Magistrates und der Mitglieder der „Arbeitsgruppe Neue Kindertagesstätte“ erfreut über den Baufortschritt. Trotz Winterwetter wird der Bauzeitenplan eingehalten und die ersten Innenausbaugewerke werden in den nächsten Tagen beauftragt.

Parallel zum Aufbau konnte auch schon der Dachdecker seine Arbeiten beginnen und wird diese ebenfalls termingerecht abschließen. Nach einer gewissenhaften Planungsphase des beauftragten Architekturbüros Gerlach aus Fritzlar begannen die Erschließungs- und Erdarbeiten mit der Grundsteinlegung am 20. Oktober vergangenen Jahres.

Anschließend wurde die Bodenplatte hergestellt und das beauftragte Holzbauunternehmen begann mit der Fertigung der Elemente im Dezember. Seit 9. Januar konnte man den Aufbaufortschritt beobachten und ein erster Eindruck des großzügigen und hellen Baukörpers ist nun deutlich erkennbar.

Architekt Christian Gerlach: „Die Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und der Arbeitsgruppe war motivierend und vorbildlich. So etablierte sich ein konstruktiver Prozess bei dem die notwendigen Entscheidungen getroffen werden konnten. Mit dem Richtfest und dem nun sichtbaren Baukörper lässt sich das Raumkonzept schon erahnen. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte der Umsetzung dieser wunderschön gelegenen KITA und danken für die gute Zusammenarbeit und die Handwerkerleistungen, die trotz der Witterung hervorragend und termintreu gearbeitet haben“.

Der Planung wurde von einem internen Planungsteam aus Mitgliedern des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung und der Verwaltung begleitet, die alle Fragen die sich im Planungsprozess ergeben, entscheiden und qualitätssichern. Dies ist eine wichtige Grundlage, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und um den Kommunikationsprozess zwischen Architekt, Bauamt, Magistrat und Stadtverordnetenversammlung aufrecht zu erhalten.

Während der kleinen Feierstunde zum Richtfest bedanke sich Bürgermeister Grunewald bei allen städtischen Projektbeteiligten, dem Architekturbüro Gerlach aus Fritzlar und bei den pünktlich und mit guter Qualität arbeitenden Firmen.

Quelle: lokalo24/Heimat-Nachrichten

20170212_Niedenstein Kita